07.02.2019

"Wir sind dann mal weg!"

Am 4. Februar ging am Gymnasium der Mariannhiller Missionare wieder eine Ära zu Ende: Es stand eine Verabschiedung im Kollegium an, und diesmal sogar von einem Lehrer-Ehepaar.

„Wir sind dann mal weg!", so hieß es auf der Abschiedstorte von Sabine und Christian Hoppe. Nach vielen meist gemeinsamen Jahren an der Schule hatten sie sich entschieden, auch gemeinsam den Schritt in den „Ruhestand" zu gehen. Dass beide Partner an einer Schule unterrichten, diesen besonderen Umstand bezog auch die Schulleiterin in ihre Dankesworte mit ein. „Ein besonders großer Verdienst von Herrn Hoppe ist, dass er seine Frau an unsere Schule gebracht hat", so resümierte Sigrid Kliem augenzwinkernd.
An Christian Hoppe wurde besonders sein Pionierleistung hervorgehoben, die Berufsorientierung an der Schule etabliert zu haben. Auch seine hohe fachliche Kompetenz, verbunden mit einer zurückhaltenden, bescheidenen Art, würdigte Frau Kliem.
Bei Sabine Althoff-Hoppe hob die Schulleiterin ihre kollegiale, lebensbejahende Haltung hervor. Frau Hoppe sei immer „mütterlich-fürsorglich, aber nicht bemutternd" gewesen und sei mit ihrer positiven Ausstrahlung „wie ein strahlender Sonnenschein" für das Kollegium gewesen. An ihr sei deutlich geworden, dass ein Beruf auch Berufung ist.
Im Anschluss dankte Pater Hubert für den Dienst am Gymnasium, erinnerte insbesondere an gemeinsam erlebte Tage religiöser Orientierung und überreichte die obligatorischen Dankesurkunden.

In ihren Abschieds- und Dankesworten ließen Sabine und Christian Hoppe, ganz Geisteswissenschaftler, viele Dichter und Denker zu Wort kommen. Christian Hoppe bezog Rilke und Hesse kontrastierend ein, um sowohl die Tragik des Abschieds als auch die Faszination des Neuanfangs zu herauszustellen. Versöhnlich dann das Schlusszitat mit Blick auf die Schul- und bisherige Lebenszeit: „Nicht die Glücklichen sind dankbar, sondern die Dankbaren sind glücklich!" (Francis Bacon)
„Wir stehen in der Zeit"– so formulierte es Sabine Hoppe, um auf die oft „drängende" Zeit im Schulalltag zurückzublicken und das „Zeit haben" in dem nun folgenden Lebensabschnitt nachzudenken. Da klang ihr Fazit (ein Ausspruch des Berliner Grafikers Heinrich Zille) schließlich sehr verheißungsvoll: „Wie herrlich ist es, nichts zu tun und dann vom Nichtstun auszuruhn!"
Auch die Vertreter*innen der Fachschaften und des Lehrerrats würdigten das „Jubelpaar" vielfach und dankten den beiden mit Worten und Gaben. Es regnete quasi Abschiedsgeschenke, vor allem Gutscheine für Unternehmungen aller Art, sodass für die Hoppes der Ruhestand so schnell nicht allzu „ruhig" sein wird.
Das Kollegium und die ganze Schulgemeinschaft wünschen Sabine und Christian Hoppe eine erfüllte Zeit fern des Schulalltags, viele erfüllende Freizeitaktivitäten und das Glück, es auch einmal zu genießen, „vom Nichtstun auszuruhn"!


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